Untersuchung: Rauchen nach der Diagnose Brustkrebs erhöht das Sterberisiko

"Frauen, die nach einer Brustkrebsdiagnose weiterrauchen, sterben häufiger an den Folgen der Krankheit als Nichtraucherinnen": Von diesem Fazit einer in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlichten Untersuchung berichtet die neueste Ausgabe der Zeitschrift "test" der Stiftung Warentest (Juni 2016). Weiter heißt es in der "test"-Meldung: "Forscher der University of California, San Francisco, hatten die Collaborative Breast Cancer and Women’s Longevity Study (CBCS) ausgewertet: eine Studie mit 20 691 Teilnehmerinnen. Bei ihnen war zwischen 1988 und 2008 im Alter von 20 bis 79 Jahren Brustkrebs entdeckt worden. Die Hälfte hatte einmal geraucht, 20 Prozent rauchten noch im Jahr vor der Diagnose, der Rest nicht. Neu an der Analyse sind Daten zu Frauen, die sechs Jahre nach Beginn der Krankheit immer noch rauchten. Sie hatten im Vergleich zu Nichtraucherinnen ein um 72 Prozent höheres Risiko, in den folgenden elf Jahren an Brustkrebs zu sterben. Für jene, die bis zur Diagnose geraucht hatten, lag das Sterberisiko um 25 Prozent höher als für Nichtraucherinnen."

Dazu ergänzt Priv. Doz. Dr. med. Gabriele Bonatz, Chefärztin der Frauenklinik und des Brustzentrums Augusta Bochum sowie Beirat des Vereins "Aktiv gegen Brustkrebs": "Frauen die nach einer Brustkrebsoperation bestrahlt werden müssen, sollten auf jeden Fall Rauchen vermeiden, da sonst ihr Risiko, an einem Bronchialkarzinom zu erkranken, extrem hoch ist."  Dr. Bonatz verweist dabei auf aktuelle Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO), Kommission Mamma.