WAZ-Telefonsprechstunde

WAZ-Telefonsprechstunde zum Thema Brustkrebs am 21. Oktober 2015

Über Brustkrebs, die Vorbeugung oder dessen Behandlung informieren bundesweit viele Ärzte und Organisationen im Rahmen des Brustkrebsmonats Oktober. Brustkrebs ist mit jährlich rund 75.000 Neuerkrankungen die häufigste – und gefürchtetste – bei Frauen. Wer erkrankt ist, hat jede Menge Fragen. Bei unserer WAZ-Telefonsprechstunde am 21. Oktober (15 bis 17 Uhr) wollen Priv.-Doz. Dr. Gabriele Bonatz und Prof. Dr. Dirk Behringer vom zertifizierten Brustzentrum Augusta Bochum möglichst viele Fragen beantworten.

Dr. Bonatz ist Chefärztin der Augusta-Frauenklinik und des Brustzentrums, Prof. Behringer Chef des Onkologischen Zentrums. „Tastet die Patientin selbst oder der Frauenarzt bei der Vorsorgeuntersuchung einen Knoten“, so Bonatz, „muss dieser sicher abgeklärt werden. Wird Brustkrebs diagnostiziert, sollte die Behandlung im einem zertifizierten Brustzentrum erfolgen. Nur dann  ist gewährleistet, dass die Expertise aller notwendigen Fachabteilungen verfügbar ist.“

„Wissenschaftler haben aufgezeigt“, so Prof. Behringer, „dass Ernährung, Körpergewicht und regelmäßige Bewegung bei der Vorbeugung aber auch bei der Therapie von Brustkrebs eine wichtige Rolle spielen.“ Patientinnen können also zu jeder Zeit einiges für sich tun. Auch Fragen zu diesem Thema beantworten die beiden Experten gern.

Die beiden Chefärzte weisen auch auf die Veranstaltung „Wenn Brustkrebs in den Genen liegt“ hin, die am 28. Oktober im Bochumer Kunstmuseum stattfindet.“ Zwischen 14 und 18 Uhr präsentiert das Brustzentrum und der Verein „Aktiv gegen Brustkrebs e.V. “ dort Informationen, Vorträge und viele Gespräche zum Thema. Man freut sich auf den Vortrag von Prof. Rita Schmutzler, der Direktorin des Zentrums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs an der Uni Köln.

Sowohl am Telefon als auch im Museum gibt es Informationen zur gerade begonnenen INSEMA-Studie, die klären soll, ob auf die Entfernung von Achsel-Lymphknoten bei Brustkrebs verzichtet werden kann. „Aus Erfahrung wissen wir“, so Chefärztin Dr. Bonatz, „dass bei 70% der operierten Patientinnen mit unauffälligen Befund der Achsellymphknoten keine Lymphknotenmetastasen gefunden werden, die Operation also unnötig war.“ Die Studie soll nun prüfen, ob der Verzicht auf eine Entnahme der Wächterlymphknoten im Falle einer brusterhaltenden Operation mit nachfolgender Bestrahlung sicher ist und weniger Komplikationen nach sich zieht.

Auf der Website der Deutschen Krebshilfe gibt es bestürzende Zahlen. Auch diese: An Brustkrebs erkranken nicht nur Frauen, sondern jährlich auch ca. 500 Männer, von denen die Hälfte stirbt.

Die INSEMA-Studie, eine multizentrische Studie für Frauen über 34 Jahre mit einer Brustkrebserkrankung (kleiner als 5 cm) mit klinisch unauffälligen Achsel-Lymphknoten, soll mit ihren Ergebnissen zur Verbesserung der operativen Brustkrebs-Therapie führen. Zur Teilnahme an dieser Studie, die an vielen Orten gleichzeitig durchgeführt wird, ruft das Brustzentrum Augusta Bochum auf. Patientinnen können sich ab sofort unter 0234 / 517-2740 melden.

Rufnummern der WAZ-Telefonsprechstunde am 21.10. zwischen 15 und 17 Uhr:

Priv.-Doz. Dr. Gabriele Bonatz 0234/517-2700

Prof. Dr. Dirk Behringer 0234/517-2432